Wie werden wir sexy?

Wie werden wir sexy? Das ist eine Frage, die wir uns bei Forever Plants regelmäßig stellen. Ja, ein Teil von uns ist schon in die Jahre gekommen und so manches fängt an durchzuhängen, aber darum geht es natürlich nicht. Der Gartenbau braucht junge, gut ausgebildete Menschen. Die Branche überaltert, aber auch die zunehmende Komplexität der Betriebe verlangt nach klugen Köpfen mit einem guten Werkzeugkasten, die uns unterstützen. Doch das Image unserer Branche ist verstaubt. Die Arbeit im Gartenbau gilt als eintönig, schwer und schmutzig und schon gar nicht als sexy. Gärtner werden zu wollen kommt auf einer Geburtstagsfeier nicht gut an. Oder doch?

Den Gartenbau fördern

Wir sind uns des Images unserer Branche sehr bewusst und haben die Förderung des Gartenbaus deshalb zu einem der Schwerpunkte unserer Strategie gemacht. Unser erster Schritt dabei war, Teil des World Horti Center zu werden. Durch die Verbindung zu den drei Schulen, die ebenfalls im Gebäude untergebracht sind, haben wir viel mehr Kontakt zu Studierenden bekommen. Außerdem haben wir unseren Betrieb für Praktikantinnen und Praktikanten geöffnet, sowohl auf MBO- als auch auf HBO-Niveau. Schnupperpraktika, zehnwöchige Praktika, aber auch Lernaufgaben für die verschiedenen Jahrgänge – inzwischen hatten wir sie alle bei uns im Haus.

Was zunächst als Bedrohung oder Belastung für und durch unsere Mitarbeitenden gesehen wurde, gilt heute als eine schöne Erfahrung. Die Studierenden bringen neue Ideen, andere Meinungen und andere Sichtweisen mit. Und das noch zusätzlich zu all der Energie, die sie mitbringen – absolut eine Spitzenerfahrung!

Aktiv ansprechen

Das Problem ist nur, dass die Studierenden, die jetzt zu uns kommen, sich bereits für unsere Branche entschieden haben. Und wir möchten doch gerade auch anderen Studierenden zeigen, dass der Gartenbau tolle Karrierechancen bietet! Um das möglich zu machen, haben wir Kontakt zu Schulen aufgenommen, die nicht auf den Gartenbau ausgerichtet sind. Inzwischen bestehen Kontakte zum ISW in Naaldwijk und ’s-Gravenzande, zur Haagse Hogeschool und auch zur Technischen Universität Delft.

Wir halten Präsentationen an Tagen der offenen Tür, organisieren Wettbewerbe und geben Studierenden Gastvorlesungen. Ende November durfte ich an einem Symposium der Haagse Hogeschool in Tomatoworld mitwirken. Dort wurde knapp 100 Studierenden aus dem ersten Jahr der Betriebswirtschaft vermittelt, was der Gartenbau bedeutet und welche Herausforderungen in der Branche für die Zukunft liegen. Themen wie ‘feeding the planet’, ‘die Lebensqualität in Städten’ und ‘die nachhaltige Produktion unserer Lebensmittel’ wurden ausführlich behandelt. Im Anschluss stellten die Studierenden gute und pointierte Fragen. Das Engagement dieser Generation für die Probleme unserer Zeit ist groß.

In der Champions League mitspielen

Meine Botschaft an Studierende ist einfach: Im Gartenbau zu arbeiten und in den Niederlanden ausgebildet zu sein bedeutet, dass du in der Champions League mitspielen darfst. In welcher anderen Branche in den Niederlanden kannst du sagen, dass du mit Unternehmen mitspielst, die bei den weltweiten Entwicklungen im Bereich Lebensmittel und nachhaltige Produktion führend sind? Außerdem ist die Arbeit im Gartenbau sinnvoll. Die Unternehmen tun Dinge, die wirklich zählen, und damit kannst du deiner Karriere eine sinnvolle Bedeutung geben. Wie schön ist das!

Aus unserer Sicht wird die Zeit, die wir in diese Aktivitäten stecken, gut belohnt. Wir werden selbst klüger dabei, und die Energie, die es dir gibt, mit diesen jungen Menschen arbeiten zu dürfen, ist top! Ich freue mich auf die kommende Zeit. Am 15. Dezember darf ich an der Hogeschool InHolland Delft eine Informationsveranstaltung geben, und ich bin gespannt, was noch alles folgen wird!


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